Donnerstag 16. April 2026

Schnellsuche auf der Website

03.06.2013

Zusammenlegung der Pfarren Neulerchenfeld und Maria Namen

Mit 1. September werden die Pfarren nach 75 Jahren wieder zusammengelegt

Die Wiedervereinigung der Pfarren war schon länger geplant, zuvor mussten aber Rekurse des Pfarrmoderators von Neulerchenfeld an die päpstlichen Berufungsinstanzen abgewartet werden. Mit dem zustimmenden Beratungsvotum des Priesterrates der Erzdiözese am 23. Mai steht dem kirchenrechtlich wirksamen Abschluss der Zusammenlegung nun nichts mehr entgegen.

 

Zusammenlegung mit 1. September

Geplant ist, dass die beiden Pfarren, die aus politischen Gründen 1939 getrennt wurden, per 1. September 2013 wieder  eine gemeinsame Pfarre werden. Der konkrete Weg des Zusammengehens wird in den kommenden Wochen in Gesprächen mit den beiden Pfarrgemeinden festgelegt werden. Bischofsvikar Dariusz Schutzki (Stellvertreter des Erzbischofs für die Pfarren in der Stadt Wien): "Viele Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft dieser Gemeinden. Das gilt es, ernst zu nehmen, und mit all dem Guten, das mit viel Engagement in den Pfarren aufgebaut wurde, behutsam umzugehen."

 

Priesterteam für die Pfarre

Um einen gedeihlichen gemeinsamen Neuanfang zu ermöglichen, wird ein neues Priesterteam in der Pfarre wirken. Die Leitung übernimmt Jesus Jaen Villalobos als Pfarrprovisor. Jaen Villalobos hat seine Ausbildung zum Priester und die Priesterweihe in Wien erhalten und wirkt derzeit als Kaplan in der Pfarre Johannes Kapistran im 20. Bezirk. Seit 2010 ist Jaen Villalobos auch Seelsorger der spanischsprachigen katholischen Gemeinde in Wien. Neuer Kaplan wird der Neupriester Florian Bischof. Zudem wird der polnischen Gottesdienstgemeinde, die sich derzeit in der Kirche Neulerchenfeld versammelt, Kaplan Alexander Fuchs zur Seite gestellt.

 

Der bisherige Pfarrmoderator von Maria Namen, Pater Paul Bonislawski, wird in den 10. Bezirk übersiedeln, wo sein Orden, die Pallottiner, seine Seelsorge ausbaut. Der bisherige Pfarrmoderator von Neulerchenfeld, Tadeusz Cichon, wird die Leitung einer Pfarre im Vikariat unter dem Manhartsberg übernehmen.

 

Schenkung an die serbisch-orthodoxe Kirche

Die Veränderungen sind ein Vorgriff auf die Diözesanreform Apg 2.1, die durch einen geistlichen Aufbruch sowie durch Strukturverbesserungen neue, missionarische Initiativen fördern soll. Gerade in den gürtelnahen Bezirken hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Demographie massiv verändert. Auch darauf gilt es zu reagieren und die Ressourcen zu bündeln. Als die Kirche Maria Namen 1933 wegen der hohen Katholikenzahl gebaut wurde, lebten in der damals noch geeinten Pfarre Neulerchenfeld mehr als 43.000 Katholiken – fast doppelt so viele wie heute im gesamten 16. Bezirk.

 

Weiterhin geplant ist daher auch, dass Maria Namen die Pfarrkirche wird, und die Kirche Neulerchenfeld der serbisch-orthodoxen Kirche, der zahlenstärksten aller orthodoxen Kirchen in Österreich, geschenkt wird, die derzeit für ihre weit mehr als 100.000 Mitglieder in Wien über nur drei Kirchenräume verfügt. Da für die Schenkung noch Voten diözesaner Wirtschaftsgremien eingeholt werden müssen, kann die Schenkung frühestens drei bis vier Monate nach der Pfarrzusammenlegung realisiert werden.