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09.12.2013

Familienfragebogen: Starkes Interesse an Online-Fragebögen

Diözesen und Einrichtungen melden Rücklauf von bereits über 17.000 Fragebögen.

Einen Monat nach Veröffentlichung des vatikanischen Fragebogens zu Familienthemen melden die österreichischen Diözesen ein hohes Interesse und starken Rücklauf: So melden die österreichischen Diözesen und Einrichtungen bereits zur "Halbzeit" des Erhebungszeitraums bereits mehr als 17.000 vollständig oder zum Teil ausgefüllte Fragebögen. Besonders gefragt dabei: die eigens aufbereiteten "Online"-Fragebögen der Diözesen sowie der Katholischen Aktion und der Katholischen Jugend Wien.

 

Die Zahlen im Einzelnen: Eine gemeinsame Online-Umfrage nutzen die Diözese Graz-Seckau, Innsbruck und Gurk-Klagenfurt. Dort liefen bislang über 10.000 Antworten ein, etwa 60 Prozent davon stammten aus der Diözese Graz-Seckau, 17 Prozent aus der Diözese Innsbruck, sechs Prozent aus Gurk-Klagenfurt. Außerdem füllten etwa 400 Personen aus der Erzdiözese Wien den Fragebogen in der Kurzversion aus. Den ebenfalls elektronisch bereit gestellten Original-Fragebogen mit den 39 vatikanischen Einzelfragen beantworteten demnach etwa 300 Personen. Der Anteil der Katholiken beträgt über 90 Prozent, rund 60 Prozent davon sind weder ehrenamtlich noch hauptamtlich in der Kirche tätig.

 

1:1 die vatikanischen Fragen

Ein eigenes "Online-Tool", das die vatikanischen Fragen 1:1 an die Gläubigen weiterreicht, haben die Erzdiözese Wien und die Diözese St. Pölten im Einsatz. Wien meldet auf Anfrage bereits über 4.000 Antworten, 500 davon hätten den umfangreichen Fragebogen gänzlich oder weitgehend ausgefüllt. Das aufgelaufene Textvolumen betrage bereits über 400 Seiten. In der Diözese St. Pölten hingegen wurde der Fragebogen bislang rund 60 Mal beantwortet.

 

Eine eigens erarbeitete Online-Umfrage bietet auch das Ehe- und Familienzentrum der Diözese Feldkirch an. Diese wurde bislang rund 150 Mal ausgefüllt - die Zahl der "Klicks", also der Interessenten, die den Fragebogen angeklickt, nicht jedoch vollständig ausgefüllt haben, liegt laut Diözese deutlich höher bei rund 1.700 Aufrufen. Der Original-Fragebogen wurde dort 1.300 Mal heruntergeladen.

 

Onlineversionen

Eine Sonderstellung nehmen noch zwei "Online-Tools" der Katholischen Aktion sowie der Katholischen Jugend Wien ein. Den Fragebogen der Katholischen Jugend Wien füllten bislang bereits 520 Personen aus. Der über www.wodruecktderschuh.at erreichbare Umfragebogen der Katholischen Aktion zählt bisher rund 2.600 Antworten, 1.400 davon haben den Fragebogen vollständig ausgefüllt.

 

Keine konkreten Zahlen gibt es bislang zu den "analogen" Rückmeldungen, sprich: Zu den Rückantworten in Form von Briefen oder Faxen. Prinzipiell stellt jede Diözese den Fragebogen auch in seiner vollen Länge auf den jeweiligen Websites zum Download zur Verfügung mit Hinweis auf die jeweils zuständigen Ansprechpartner und Post-oder Faxadressen.

 

Übergabe der Ergebnisse Ende Jänner

 

Gesammelt werden die Antworten - ob elektronisch oder "analog" per Post - noch bis Ende Dezember. Im Anschluss werden die Antworten in den Diözesen und Einrichtungen ausgewertet und schließlich von den österreichischen Bischöfen im Rahmen ihres Ad-limina-Besuchs vom 27. bis 31. Jänner 2014 im Vatikan dem Generalsekretariat der Bischofssynode überreicht.

 

Die Erhebung soll der Vorbereitung der für Oktober 2014 geplanten Sonderbischofssynode mit dem Titel "Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung" dienen. Das Vorbereitungsdokument verbunden mit einem Fragenbogen wurde vom Vatikan an alle Bischofskonferenzen versandt. Die 39 Fragen richten sich zuerst an die Bischöfe, die ihrerseits aber gehalten sind, möglichst breit Antworten bis auf die Ebene der Dekanate und Pfarrgemeinden einzuholen.