Malerische Sandstrände, türkisfarbenes Meer und Korallenriffe - so stellt man sich in unseren Breiten eine Südseeinsel vor. Solche Idylle ist auch auf den Salomon-Inseln im südlichen Pazifik zu finden. Seit Anfang April sieht es hier allerdings ganz anders aus: Eingestürzte und weggeschwemmte Häuser, zerstörte Brücken, Trümmerhaufen an den Stränden.
Zu Beginn des Monats wurden die Salomonen durch Überschwemmungen verwüstet. Mindestens 23 Menschen starben in den Wassermassen, etwa 10.000 verloren ihr Zuhause, ihr Hab und Gut. Am Palmsonntag wurde der Inselstaat von zwei schweren Erdbeben (Stärke 6,0 und 7,7) erschüttert.
„Viele haben schon in den Fluten alles verloren. Jetzt wurden durch die Erdbeben auch noch jene Häuser zerstört, die die Wassermassen einigermaßen überstanden hatten“, berichtet der Bischof der Diözese Gizo auf den Salomon-Inseln, Luciano Capelli, dem Hilfswerk Jugend Eine Welt der Salesianer Don Boscos. Die Bevölkerung sei verzweifelt. Ein enormes Problem ist, dass durch die Naturkatastrophen die Nahrungsvorräte der Bevölkerung vernichtet wurden. Bischof Luciano Capelli richtet einen Hilferuf an alle Welt: Nahrungsmittel, Medikamente, und Kleidung werden auf den Salomon-Inseln dringend benötigt. Auch ein neuer Krankenwagen für das Spital in Tetere wird benötigt. Der alte Wagen wurde bei der Evakuierung mehrerer Familien weggeschwemmt.