Für alle, die Kirchenräume anderen zugänglich machen wollen, startet im Mai wieder ein Lehrgang „Kirchenführung". Dieser wird vom Katholischen Bildungswerk der Diözese St. Pölten organisiert und von Schwester Ruth Pucher MC geleitet. Einige Restplätze sind noch frei.
Die junge Ordensfrau lehrt dabei, wie Führungen durch Kirchen so gestaltet werden können, dass Kunstwerke und Glaubensräume verschiedener Epochen für die Besucher lebendig werden.
Die Ordensschwester von den Missionarinnen Christi lädt ein, Kirchenräume zu nutzen – nicht nur für den Gottesdienst sondern auch für den persönlichen Besuch: „Das ist der beste Schutz gegen Vandalismus. Kirchen vermitteln Weite, sie sind Orte der Stille und Geborgenheit, sie lenken unseren Blick auf besondere Schönheiten."
Und: „In Kirchen fällt es leichter zu beten. Denn hier haben Menschen vor uns seit Jahrhunderten gebetet. Ihr Gebet klingt noch nach im Raum, ich kann mich selbst in die Reihe derer stellen, die schon vor mir nach Gott gesucht haben, seinen Schutz und Segen erbeten haben", so Schwester Ruth.
In den letzten Wochen und Monaten gab es in der Erzdiözese Wien gehäuft Vandalismusakte, die verschiedene Geschichten haben und deshalb auch unterschiedlich bewertet werden müssen. Die Beschmierung der Wiener Karlskirche mit Schriftzügen und Farbklecksen am vergangenen Wochenende schätzt die Erzdiözese Wien nicht als direkte Provokation gegen die Kirche ein.
Diese Schmieraktion sei nichts Außergewöhnliches, weil in Wien pro Woche mehr als 45 Schmiereien bei der Polizei angezeigt werden. Kirchen sind eben prominente öffentliche Gebäude mit entsprechendem Aufmerksamkeitswert.